Marlene Hummel gibt Führungsstab ab
Geschrieben von: Jochen Schmutz   
Donnerstag, 01. Mai 2014 um 16:26

Die katholische deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) startet mit neuem Vorstand in die Zukunft. Nach fünf Jahren gibt Marlene Hummel den Führungsstab an Michael Willmann weiter. An den Abstimmungen nahmen viele Kinder und Jugendliche teil, die von ihrem Mitbestimmungsrecht regen Gebrauch machten.

Die Versammlung begann mit den Tätigkeitsberichten der einzelnen Gruppen. Die Wölflinge (acht bis elf Jahre) trugen ihren Jahresbericht anhand vorbereiteter Plakate vor. Im Frühjahr zelteten sie gemeinsam auf dem Jugendzeltplatz am Friedengrund. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Jäger vom Hegering, bei dem die Kinder viel über die Pflege heimischer Wildtiere erfuhren. Die Vielzahl an Aktivitäten übers Jahr verteilt war trotz beruflicher Belastung der Gruppenleiter möglich, da ein älterer Pfadfinder und eine Mutter tatkräftig aushalfen. Die Jungpfadfinder (11 bis 14 Jahre) konnten von ihrer Teilhabe an einem Erste-Hilfe-Kurs erzählen. Jetzt können sie in kritischen Situationen bei Verletzungen auch selbst helfen. Außerdem unternahmen sie Fackelwanderungen und schnitzten Kürbisse für Halloween. Die Pfadfinderstufe (14 bis 16 Jahre) nahm an einem Pit-Pat-Turnier teil.



< Zudem erklärten sie sich bereit, an einer Projektstudie zweier Erlebnispädagogen teilzunehmen. Darüber hinaus beteiligten sie sich bei der Landschaftsputzaktion der Stadt, organisierten im Herbst die Warentauschtage sowie die Christbaumsammlung im Januar und zeigten so ihr Engagement für die Umwelt.
Gleiches galt auch für die Rover (16 bis 21 Jahre). Sie haben sich zudem schwerpunktmäßig um die Gestaltung ihres Gruppenraums Gedanken gemacht, die schrittweise geplant und umgesetzt wurden.

Die Stammesvorsitzenden, Marlene Hummel und Dietmar Sauter, rundeten die Berichte mit einer Übersicht ihrer Aktivitäten ab. Hier standen neben dem im wahrsten Sinne stürmischen Sommerlager auch verschiedene Aktionen an, wie die Beteiligung am Weinfest des Lions Clubs. Vorbereitung des Friedenslichtes vor Weihnachten ist zwischenzeitlich fester Bestandteil der Vereinsarbeit. Die Leiterausbildung stand außerdem auf dem Programm, um die Qualität der Stufenarbeit weiter zu steigern und Lust auf möglichst viele Aktionen mit den Kindern zu machen. Dazu gab es unter anderem einen Rechtskurs und ein pädagogisches Wochenende. Aus familiären Gründen legte Hummel ihr Amt schweren Herzens nieder. Für ihr Engagement dankte ihr der Vorsitzende des Förderervereins, Dirk Hausmann, im Namen aller Kinder und deren Eltern aufrichtig. Auf Grund des umfangreichen und trotzdem erfolgreichen Jahresprogramms wurde der Vorstand von den Mitgliedern der einzelnen Altersstufen einstimmig entlastet.

Doch Sauter bleibt die nächsten Jahre nicht allein im Vorstand. In dem 22-jährigen Michael Willmann wurde ein geeigneter Kandidat für das freiwerdende Amt gefunden. Seine Aufgabe wird es unter anderem sein, das Wieslefest im Jubiläumsjahr erstmalig an neuer Stelle auszurichten und dem Wunsch der Versammlung nach einem gemeinsamen Stammeslager nachzukommen. Er wurde einstimmig für drei Jahre gewählt.

 

 

 
Pfadfinder schulen ihre Leitungsteams
Geschrieben von: Jochen Schmutz   
Sonntag, 03. März 2013 um 17:49

Nicht nur von außen steigen die Erwartungen an die Arbeit ehrenamtlicher Jugendgruppenleiter, die ihnen von Vereinsführung und Mitgliedern abverlangt wird. Die meisten jungen Leiter möchten auch selbst entsprechendes Rüstzeug besitzen, um ihre Gruppenarbeit dauerhaft auf hohem Niveau wahrnehmen zu können. Da auch vor den Georgspfadfindern diese Entwicklung nicht Halt macht, haben sie sich jetzt erneut zu einer Weiterbildung getroffen.

Die speziell auf Pfadfinderpädagogik ausgerichtete Woodbadge-Ausbildung durchlaufen jedes Jahr eine Vielzahl unterschiedlich erfahrener Gruppenleiter. Das aus mehreren Modulen bestehende Ausbildungsprogramm beginnt mit einem mehrtägigen Einsteigerkurs, als Sprungbrett für die weitere erfolgreiche Entwicklung.

Die Kurse werden von speziell geschulten Teamern durchgeführt, die ihr Wissen an die Jüngeren weitergeben. Auch in Villingen-Schwenningen gibt es Ausbilder, die diese bundesweiten Kurse anbieten. Was liegt daher näher, als ein solches Kompaktangebot speziell für die eigenen Nachfolger im Pfadfinderstamm anzubieten.

Aus diesem Grund trafen sich jetzt insgesamt 14 Gruppenleiter und ihre Ausbilder im Schulungszentrum der Diözese Freiburg in Gengenbach. Die meisten waren mit dem kompletten Leitungsteam aus den verschiedenen Altersstufen angereist. Unter der Gesamtleitung von Andreas Grieninger hatte das Kurssteam eine ganzen Palette an Themen vorbereitet.

Bereits am Anreisetag begann die erste Schulungseinheit. Neben der individuellen Standortbestimmung der einzelnen Teilnehmer standen auch deren Erwartungen an die Fortbildung im Vordergrund. Der komplette Samstag wurde alsdann dazu genutzt, ein für den Pfadfinderstamm gemeinsam durchzuführendes Unternehmen zu entwickeln. Von der Anfangsidee, über einen ersten groben Ausführungsstand bis hin zur ansprechenden Präsentation mussten alle Projektphasen durchlaufen werden. Dabei standen sowohl gruppendynamische Prozesse als auch unterschiedliche Methoden zur transparenten Entscheidungsfindung im Fokus. Auf die jeweilige Situation angepasst, wurde sowohl in Klein- als auch in der Großgruppe gearbeitet.

Am Abend fand die ebenfalls für jeden Entwicklungsprozess wichtige Projektfeier statt. Auch diese musste von den Teilnehmern weitestgehend selbst gestaltet und umgesetzt werden. Eine Gruppe bereitete das Abendessen vor, eine war für die Dekoration des Raumes und eine für die Programmgestaltung verantwortlich. Passend zum Thema des Festes schmissen sich Teilnehmer und Teamer in Schale. Da alle gleichermaßen ihren Teil am Erfolg des Festes beigetragen hatten, wurde ausgelassen gefeiert.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Reflektion. Nach Morgenrunde und Tagesimplus wurden Zusammenarbeit und eingesetzte Lernmethoden nochmals näher beleuchtet. Dabei wurde vom Kursteam der Blick auf das Verhalten des Einzelnen und das der Gruppe gelenkt. Doch auch das Fortbildungsteam selbst stellte sich kritischen Rückmeldungen. Gleichwohl blieb die befürchtete Schelte aus. Die Kursteilnehmer nahmen manches Aha-Erlebnis und für sich die Erkenntnis mit nach Hause, dass Aus- und Fortbildung nichts mit Schule zu tun haben muss, durchaus Spaß machen kann und einen persönlich nach vorne bringt. Daher soll auch künftig an dem Thema Fortbildung weiter dran geblieben werden.

 
Stadtjugendring klärt Rechtsfragen in der Jugendarbeit
Geschrieben von: Jochen Schmutz   
Sonntag, 03. März 2013 um 17:46

Einem ganzen Tag lang trafen sich insgesamt 12 Jugendleiter der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg aus Villingen und Bräunlingen sowie von der Jugendfeuerwehr Tannheim im Blockhaus am Jugendzeltplatz, um sich in Rechtfragen schulen zu lassen. Denn gerade in der Jugendarbeit kommt es oftmals zu kritischen Situationen, die nicht immer einfach für ehrenamtliche Leiter sind, stecken diese doch oftmals selbst noch in der eigenen schulischen oder beruflichen Ausbildung.

Der Stadtjugendring Villingen-Schwenningen hat aus diesem Grund auf Anfrage der Pfadfinder diesen Kurs erneut durchgeführt und sich dazu fachmännische Unterstützung geholt. Sascha Nowara, Jugendreferent der evangelischen Jugendarbeit aus dem Kreis Villingen, hat den Tag mit interessanten Beispielen aus der Praxis gefüllt. Egal, ob es um Fragen, wie eine rechtssichere Lagereinladung ging oder wie man mit Jugendlichen und Alkohol umgeht, der Fachmann war in allen Fragen sattelfest. Auch der Umgang mit der Sexualität Heranwachsender wurde thematisiert. Natürlich wurde auch über Missbrauch von Jugendlichen referiert: wie schütze ich meine Schutzbefohlenen und wie schütze ich mich als Gruppenleiter vor falschen Missbrauchsvorwürfen?

Anhand von fiktiven Begebenheiten wurden verschiedene Lagersituationen durchgespielt. Was mache ich, wenn ich meine Gruppenkinder beim Rauchen erwische oder wenn ich Bierflaschen im Gepäck vermutet? Was mache ich, wenn die Stimmung im Bus kippt und wie teile ich die Kinder auf die Schlafräume auf? Ein sehr interessanter Mix aus Theorie und Rollenspielen in Einzel- oder Gruppenarbeit machten diesen Tag zu einem vollen Erfolg für alle Teilnehmer.

 

 
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